In vielen Abläufen werden Etiketten vorgedruckt, bereitgelegt und später angebracht – ein zusätzlicher Schritt, der den Materialfluss unterbricht und verzögert.
Warum das Thema relevant ist
In vielen Intralogistikprozessen läuft Kennzeichnung heute so ab:
- Etiketten werden vorgedruckt und bereitgelegt
- Verpackungen werden zugeordnet
- Mitarbeiter laufen zwischen Drucker und Arbeitsplatz
- Etiketten werden aufgebracht und geprüft
Etiketten werden damit zu einem eigenen Prozess im Prozess.
Das führt im Alltag zu:
- Unterbrechungen im Materialfluss
- zusätzlichem Abstimmungsaufwand
- unnötigen Laufwegen
- eingeschränkter Flexibilität bei kurzfristigen Änderungen
Besonders bei hoher Variantenvielfalt oder schwankenden Auftragsvolumen wird dieser Schritt schnell zum Engpass.
Der Ansatz: Kennzeichnung im Materialfluss integrieren
Statt Etiketten intern oder extern im Voraus zu drucken, zwischenzulagern und später anzubringen, erfolgt die Kennzeichnung direkt dort, wo sie im Prozess benötigt wird.
- Ohne vorgelagerten Etikettenschritt
- Ohne separate Etikettierstation
- Ohne Materialbereitstellunger
Die Information wird unmittelbar auf die Verpackung aufgebracht – genau im Moment der Bearbeitung.
So funktioniert die Umsetzung
Mit mobilen Direktdrucksystemen wie dem jetStamp 1025 sense lässt sich die Kennzeichnung ohne feste Infrastruktur integrieren:
- Identifikationscodes (z. B. LPN/WMS-ID) werden autark erzeugt
- variable Auftragsdaten werden per integriertem Barcodescanner übernommen
- Kennzeichnung erfolgt unmittelbar auf der Verpackung
→ Kein Wechsel zwischen Arbeitsplätzen
→ Kein Vorbereiten oder Nacharbeiten von Etiketten
Eine Einführung kann schrittweise erfolgen und im laufenden Betrieb getestet werden – ohne umfangreiche IT-Projekteg.
Praxisbeispiel Otto Ganter GmbH
Ausgangssituation
- hohe Variantenvielfalt
- zusätzlicher Aufwand bei Etikettierung und Abstimmung
- separater Prozessschritt für Kennzeichnung
Umsetzung
Wareneingang
- Autarke Erzeugung eindeutiger Barcodes (WMS-ID)
- Direktdruck auf die Umverpackung
Produktion
- Übernahme von Auftragsdaten per Barcodescan
- Direktdruck der Artikelkennzeichnung auf die Verpackungen

Direkte Kennzeichnung verändert den Prozess positiv
| Vorher | Nachher |
|---|---|
| Etiketten erstellen und bereitstellen | Auftragsdaten übernehmen |
| Verpackung zuordnen | Verpackung direkt kennzeichnen |
| Etiketten aufbringen | Prozess fortsetzen |
| Kennzeichnung prüfen | |
| Trägermaterial entsorgen |
Was sich im Alltag konkret verändert
- Verpackungen müssen nicht mehr auf Etikettierung warten
- Mitarbeiter bleiben an einem Arbeitsplatz statt zwischen Stationen zu wechseln
- Kennzeichnung erfolgt im gleichen Arbeitsschritt wie Verpackung oder Wareneingang
- kurzfristige Änderungen können direkt umgesetzt werden, ohne Etiketten neu zu drucken
Wann ist das sinnvoll?
Der Ansatz ist besonders relevant bei:
- hoher Variantenvielfalt
- dynamischen oder schwankenden Auftragslagen
- manuellen oder dezentralen Arbeitsplätzen
- Prozessen mit hohem Kennzeichnungsaufwand
In stabilen Abläufen mit geringen Stückzahlen sind klassische Etiketten oft weiterhin ausreichend.
Erfahrung aus der Praxis
„Die Geräte ließen sich bei uns innerhalb kurzer Zeit in Betrieb nehmen, ohne dass dafür ein umfangreiches IT-Projekt erforderlich war. Gemeinsam mit REINER konnten wir unsere Anforderungen praxisnah umsetzen. Übergangslösungen haben es uns ermöglicht, innerhalb einer Stunde arbeitsfähig zu sein und den Direktdruck zu testen, während interne Anpassungen parallel vorbereitet wurden.“
Ralf Beitlich, Leiter Logistik, Otto Ganter GmbH & Co. KG
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf
Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, ob sich der Etikettenschritt in Ihrem Prozess eliminieren lässt.
Wir ordnen Ihren konkreten Anwendungsfall ein und zeigen, ob mobile Direktkennzeichnung Ihren Prozess spürbar vereinfacht – oder nicht.











