PPWR-relevante Informationen direkt auf Verpackungen drucken
Typ-, Chargen- und Erzeugerinformationen, Barcodes oder QR-Codes direkt auf geeignete Verpackungen drucken – ohne zusätzliches Etikett.
Beim Direktdruck wird die Tinte unmittelbar auf die vorhandene Verpackungsoberfläche aufgebracht. Es entsteht kein separates Verpackungselement wie bei einem Klebeetikett. Für ausgewählte REINER Tinten liegen zudem Statements zu den Stoffbeschränkungen gemäß Artikel 5 der PPWR vor. So lassen sich variable Kennzeichnungen technisch dokumentiert direkt auf geeignete Verpackungen aufbringen. Ob die fertig bedruckte Verpackung die jeweiligen PPWR-Anforderungen erfüllt, muss im konkreten Anwendungsfall bewertet werden.

Was bedeutet die PPWR für Etiketten?
Anforderungen im Überblick

Die PPWR verbietet Etiketten nicht. Sie betrachtet Verpackungen jedoch als Gesamtsystem. Ein Klebeetikett ist dabei ein zusätzliches Verpackungselement und bringt weitere Materialien wie Etikettenmaterial, Klebstoff und Druckfarbe in die Bewertung ein.
Beim Direktdruck entfällt dieses separate Verpackungselement: Variable Informationen werden unmittelbar auf die vorhandene Verpackungsoberfläche gedruckt. Zu berücksichtigen bleiben die Verpackung, die eingesetzte Tinte und das konkrete Druckbild.
Typische Anforderungen
- Verpackung, Etikett und Recyclingstrom aufeinander abstimmen
- Etikettenmaterial, Klebstoff und Druckfarbe berücksichtigen
- mögliche Beschichtungen und Trennbarkeit bewerten
- Lieferanten-, Stoff- und Konformitätsdaten zusammenführen
- unterschiedliche Verpackungsvarianten dokumentieren
Typische Herausforderungen
- zusätzliche Materialien und Materialkombinationen
- Linermaterial als weiterer Abfallstrom
- mehr Abstimmungen und erforderliche Nachweise
- Lagerhaltung unterschiedlicher Etikettenvarianten
- Bereitstellen, Ablösen und Aufkleben als zusätzliche Arbeitsschritte
Welche Informationen lassen sich direkt auf Verpackungen drucken?
Anwendungsfälle aus der Praxis

Typ-, Chargen- und Seriennummern
Variable Identifikationsdaten direkt auf Verpackungen drucken – flexibel an Produkt, Charge oder Fertigungsauftrag angepasst.

Produkt- und Erzeugerinformationen
Hersteller-, Kontakt- und Produktinformationen direkt in das Druckbild integrieren.

Materialkennzeichnung und Sortierhinweise
Materialangaben, Symbole und Sortierhinweise auf geeignete Verpackungen drucken, sofern sie für die jeweilige Verpackung vorgesehen sind.

Barcodes, QR-Codes und digitale Informationen
Maschinenlesbare Codes für Identifikation, Rückverfolgbarkeit oder weiterführende digitale Informationen direkt aufbringen.
Direktdruck statt Etikett: weniger zusätzliche Verpackungskomponenten
Direktdruck im Vergleich
Ein Klebeetikett bringt zusätzliche Materialien wie Etikettenmaterial und Klebstoff in die Verpackung ein. Beim Direktdruck werden die Informationen unmittelbar auf die vorhandene Verpackungsoberfläche gedruckt. Dadurch entfällt das separate Etikett. Zu prüfen bleiben Verpackungsmaterial, eingesetzte Tinte, Tintenauftrag und das benötigte Druckbild. Direktdruck ersetzt nicht jedes Etikett. Er eignet sich besonders dort, wo ein Etikett hauptsächlich variable Informationen trägt und keine zusätzliche Funktion wie Verschluss, Sicherheitselement oder großflächige Produktgestaltung übernimmt.
Etikettensystem
Direktdruck mit REINER
separates Etikett
Druck direkt auf bestehende Verpackung
Etikettenmaterial und Klebstoff
kein separates Etikettenmaterial
Linermaterial möglich
kein Etiketten-Liner
zusätzliche Materialkombination
weniger zusätzliche Komponenten
Varianten über unterschiedliche Etiketten
Druckinhalte digital anpassbar
Etikett und Verpackung prüfen
Verpackung, Tinte und Druckbild prüfen
Was bei PPWR-relevanter Direktkennzeichnung geprüft werden muss
Für ein zuverlässiges Druckergebnis
Ob Direktdruck für eine Verpackung geeignet ist, hängt nicht allein vom Kennzeichnungsgerät ab. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Verpackungsmaterial, Oberfläche, Tinte, Druckbild und konkreter Anwendung.
Relevante PPWR-Aspekte
- Artikel 5 – Stoffbeschränkungen: Anforderungen an Stoffe in Verpackungen und Verpackungsbestandteilen
- Artikel 12 – Kennzeichnung von Verpackungen: Vorgaben zur Kennzeichnung und zu Informationen für die Sortierung
- Artikel 15 – Pflichten der Erzeuger: Anforderungen an Identifikation und Erzeugerinformationen
Quelle: Verordnung (EU) 2025/40 über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR), EUR-Lex
Dokumentierte REINER Tinten
Für die schwarzen Inkjet-Tinten S3-BK, MP3-BK und MP4-BK sowie für die gelbe Inkjet-Tinte MP6-YE liegen REINER Statements zu den Stoffbeschränkungen gemäß Artikel 5 der Verordnung (EU) 2025/40 vor.
Die Statements unterstützen die Dokumentation der eingesetzten Tinte. Sie ersetzen jedoch nicht die Bewertung der vollständig bedruckten Verpackung.
Relevante Prüfkriterien
- Verpackungsmaterial und Oberfläche
- eingesetzte Tinte
- Tintenauftrag
- Haftung und Beständigkeit
- Kontrast und Lesbarkeit
- Scanbarkeit von Barcodes und QR-Codes
- Größe und Position des Druckbildes
- Wisch- und Abriebfestigkeit
- Lager- und Transportbedingungen
- gegebenenfalls branchenspezifische Anforderungen
Ein Probedruck auf Ihrem Originalmaterial zeigt, ob Verpackung, Tinte und Druckbild technisch zusammenpassen.
Praxisbeispiel: variable Daten ohne zusätzliches Etikett
Aus der Praxis
Ein Versandkarton soll mit wechselnden Chargennummern, Produktinformationen und Barcodes gekennzeichnet werden. Statt diese Daten zunächst auf ein separates Etikett zu drucken, können sie mit einem mobilen jetStamp® direkt auf eine geeignete Kartonoberfläche aufgebracht werden.
Ergebnis
- kein separates Etikettenmaterial für diese Informationen
- kein Etiketten-Liner
- variable Druckdaten flexibel anpassbar
- Barcode und Chargeninformationen in einem Druckbild
- Kennzeichnung direkt am Verpackungsplatz
Direktdruck vereinfacht Prozesse, wenn variable Informationen ohne zusätzlichen
Verpackungsbestandteil aufgebracht werden können.
Ob der Direktdruck für die jeweilige Verpackung geeignet ist, prüfen wir anhand von Originalmaterial, Tinte und gewünschtem Druckbild.

Geeignete mobile Geräte für die Direktkennzeichnung
Unsere Lösung

jetStamp® 1025
Für größere Druckbilder
Für umfangreichere Kennzeichnungen mit Texten, Chargendaten, Barcodes, QR-Codes und Grafiken.

jetStamp® 1025 sense
Für scanbasierte Prozesse
Für wechselnde Aufträge und Druckdaten, die per Barcode-Scan aufgerufen oder zugeordnet werden.
Häufig gestellte Fragen
FAQ
Entsteht durch den Direktdruck ein zusätzliches Verpackungsbestandteil?
Beim Direktdruck wird die Tinte unmittelbar auf das vorhandene Verpackungsmaterial aufgebracht. Es entsteht kein separates Verpackungselement wie beispielsweise ein Etikett. Der Tintenauftrag ist dennoch bei der Gesamtbewertung der Verpackung zu berücksichtigen.
Sind Etiketten durch die PPWR verboten?
Nein. Die PPWR verbietet Etiketten nicht grundsätzlich. Als separates Verpackungselement müssen sie jedoch zusammen mit der Verpackung, den eingesetzten Materialien und dem vorgesehenen Recyclingprozess betrachtet werden. Wo ein Etikett ausschließlich Informationen trägt, kann Direktdruck eine Alternative sein.
Welche Etiketten lassen sich durch Direktdruck ersetzen?
Direktdruck eignet sich vor allem für variable Informationen wie Chargen, Mindesthaltbarkeitsdaten, Seriennummern, Barcodes oder Logistikangaben. Etiketten mit zusätzlichen Funktionen, beispielsweise als Verschluss oder Sicherheitselement, lassen sich nicht ohne Weiteres ersetzen.
Welche REINER Tinten sind für PPWR-relevante Verpackungskennzeichnungen dokumentiert?
Für die schwarzen Inkjet-Tinten S3-BK und MP4-BK liegen REINER Statements zu den Stoffbeschränkungen gemäß Artikel 5 der Verordnung (EU) 2025/40 vor. Der jeweilige Untersuchungsumfang ist im Statement dokumentiert. Ob die Tinte für eine konkrete Verpackungsoberfläche geeignet ist, sollte zusätzlich durch einen Probedruck geprüft werden.
Ist eine mit REINER Tinten bedruckte Verpackung automatisch PPWR-konform?
Nein. Die Statements beziehen sich auf die eingesetzte Tinte und ersetzen nicht die Bewertung der vollständig bedruckten Verpackung. Für die PPWR-Konformität müssen die jeweils relevanten Anforderungen an Verpackung, Kennzeichnung und Anwendung berücksichtigt und dokumentiert werden.
Welche Verpackungen können direkt bedruckt werden?
Je nach Oberfläche und verwendeter Tinte können unter anderem Karton, Papier, ausgewählte Kunststoffe und Folien bedruckt werden. Vor dem Einsatz sollte ein Probedruck auf dem Originalmaterial durchgeführt werden.
Entsteht durch den Direktdruck ein zusätzliches Verpackungsbestandteil?
Beim Direktdruck wird die Tinte unmittelbar auf das vorhandene Verpackungsmaterial aufgebracht. Es entsteht kein separates Verpackungselement wie beispielsweise ein Etikett. Der Tintenauftrag ist dennoch bei der Gesamtbewertung der Verpackung zu berücksichtigen.
Sind Etiketten durch die PPWR verboten?
Nein. Die PPWR verbietet Etiketten nicht grundsätzlich. Als separates Verpackungselement müssen sie jedoch zusammen mit der Verpackung, den eingesetzten Materialien und dem vorgesehenen Recyclingprozess betrachtet werden. Wo ein Etikett ausschließlich Informationen trägt, kann Direktdruck eine Alternative sein.
Welche Etiketten lassen sich durch Direktdruck ersetzen?
Direktdruck eignet sich vor allem für variable Informationen wie Chargen, Mindesthaltbarkeitsdaten, Seriennummern, Barcodes oder Logistikangaben. Etiketten mit zusätzlichen Funktionen, beispielsweise als Verschluss oder Sicherheitselement, lassen sich nicht ohne Weiteres ersetzen.
Welche REINER Tinten sind für PPWR-relevante Verpackungskennzeichnungen dokumentiert?
Für die schwarzen Inkjet-Tinten S3-BK und MP4-BK liegen REINER Statements zu den Stoffbeschränkungen gemäß Artikel 5 der Verordnung (EU) 2025/40 vor. Der jeweilige Untersuchungsumfang ist im Statement dokumentiert. Ob die Tinte für eine konkrete Verpackungsoberfläche geeignet ist, sollte zusätzlich durch einen Probedruck geprüft werden.
Ist eine mit REINER Tinten bedruckte Verpackung automatisch PPWR-konform?
Nein. Die Statements beziehen sich auf die eingesetzte Tinte und ersetzen nicht die Bewertung der vollständig bedruckten Verpackung. Für die PPWR-Konformität müssen die jeweils relevanten Anforderungen an Verpackung, Kennzeichnung und Anwendung berücksichtigt und dokumentiert werden.
Welche Verpackungen können direkt bedruckt werden?
Je nach Oberfläche und verwendeter Tinte können unter anderem Karton, Papier, ausgewählte Kunststoffe und Folien bedruckt werden. Vor dem Einsatz sollte ein Probedruck auf dem Originalmaterial durchgeführt werden.
Passende Materialien für diese Anwendung
Passende Oberflächen
Ob sich eine Verpackung direkt bedrucken lässt, hängt von Oberfläche, eingesetzter Tinte und den Anforderungen an das Druckbild ab. Mit einem Probedruck auf Ihrem Originalmaterial prüfen wir die geeignete Kombination.







